Protein: Preise bei fast allen Herstellern gestiegen

Der eine oder andere wird es bei seinem regelmäßigen Kauf von Eiweißpulver schon gemerkt haben: Die Preise sind gestiegen. Wir erklären, woher die Preiserhöhungen kommen und geben eine Prognose zur weiteren Preisentwicklung.

Bild zeigt eine Statistik zur Preisentwicklung
© tadamichi / shutterstock

Wer in den letzten Wochen seine Supps aufgestockt hat, musste unter Umständen um einiges tiefer in die Taschen greifen. Nicht wenige Hersteller haben ihre Preise für eiweißhaltige Produkte um zwanzig, bis teilweise achtzig Prozent angehoben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Whey, Casein oder einen anderen Rohstoff geht. Auch andere Produkte, wie etwa Creatin sind teurer geworden und nicht nur das – der deutsche Rohstoff Creapure wird zur Mangelware.

Die Gründe für diese Entwicklung sind unterschiedlich. Hinsichtlich Protein sind die Preisanstiege mit extrem gestiegenen Rohstoffpreisen und coronabedingten Produktionsproblemen in Verbindung zu bringen. Extrem gestiegene Rohstoffpreise heißt im Falle von beispielsweise Molke, bis zu einhundert Prozent innerhalb eines Jahres.

Bild zeigt Preisentwicklung von Eiweißpulver innerhalb eines Jahres

Grafik zeigt die Preisentwicklung des Molkerohstoffs im letzten Jahr / Download wallstreet:online

Solche Entwicklungen sind am Rohstoffmarkt nicht ungewöhnlich und immer dann zu beobachten, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Zum einen steigt die Nachfrage durch die Verbraucher – der Supplementmarkt wächst seit Jahren stetig. Zum anderen steigt die Nachfrage durch die Lebensmittelindustrie. Immer mehr - auch sportfremde Hersteller - bieten proteinhaltige Produkte an und springen damit auf den Zug eines stetig wachsenden Markts von Sportnahrung auf, der lediglich 2020 und durch Corona temporär ausgebremst wurde.

Unsere Prognose - wird die Preisentwicklung bei Protein so bleiben?

Die Rohstoffhersteller passen ihre Produktion der Nachfrage an, bis zu dem Punkt, an dem das Angebot wieder die Nachfrage übersteigt. Zudem werden die coronabedingten Probleme in den Produktionsstätten mit dem Abebben der Pandemie weniger. Der Preis für Rohstoffe- und damit auch für die Endprodukte wird sich aller Voraussicht nach wieder erholen. Einige wenige Marken konnten die Preisanpassungen zurzeit noch herauszögern, weil sie entweder Produkte oder Rohstoff auf Lager hatten- oder weil sie derartige Puffer nach oben in ihrer Kalkulation haben, dass sie die Entwicklung auf diese Art abfangen können. Um die Weltmarktpreise werden aber auch diese mittelfristig nicht herumkommen. Für den Verbraucher heißt es abwarten, bis sich der Rohstoffmarkt wieder im Sinne des Verbrauchers reguliert hat.

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Hinweis: Wir haben am 10. Februar 2022 zum ersten mal über »Protein: Preise bei fast allen Herstellern gestiegen« geschrieben und diesen Artikel zuletzt am 05. August 2022 aktualisiert.

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