Matthias Botthof: Vorzeigeathlet und Multisportler

Mit diesem Artikel wollen wir Matthias Botthof in die Kraftmahl-Zeitkapsel einbringen. Erst mit 32 zum Bodybuilding- mit 39 zum Profi-Bodybuilding gekommen, hat er doch ein bisschen was vorzuweisen. Du erhältst hier interessante Hintergrundinfos zu seinen Anfängen, dem Werdegang und den größten Erfolgen des Kampfsportlers, Bodybuilders und Studioinhabers.

Bild zeigt Matthias Botthof und Arnold Schawarzenegger bei der Arnold Classig
Matthias Botthof (Mitte) mit Arnold Schwarzenegger (links) und Rafael Santonja bei seinem Gesamtsieg der IFBB Arnold Amateur Classics 2011 in Columbia. © Matthias Botthof / Mit freundlicher Genehmigung

Botthof wurde am 03. Juli 1972 in Homberg/Efze geboren. Als sein sportliches Vorbild nennt er Thomas Scheu. In der Vergangenheit neben Scheu allerdings auch das deutsche Bodybuilding-Urgestein Peter Trenz, der 2019 im Alter von nur 53 Jahren infolge einer schweren Lungenentzündung verstorben ist. Nachdem er seinen erlernten Beruf Polizeibeamter an den Nagel gehängt hatte, ist Matthias Botthof seit Anfang der 2000er Jahre bis heute ununterbrochen selbstständiger Studioinhaber.

Der jungen YouTube-Gemeinde ist er vor allem als Seminar-Partner von Markus Rühl bekannt, der in  Seminaren oftmals den Sprüchen von Markus Rühl Vorlagen oder schlagfertige Konter liefert. Wie er als Gesprächspartner das perfekte Gegenstück zum »Dicken« gibt und die beiden dabei eine fast filmreife Vorstellung abgeben, ist in die Social-Media-Legenden der Fitness-Szene eingegangen. Aber Matthias Botthof ist noch viel mehr als der Kumpel und Gesprächspartner von Rühl und hat vor allem national im Bodybuilding- und international im Kickboxen einiges an Erfolgen vorzuweisen.

Einer gößeren internationalen Profi-Bodybuilding-Karriere stand in erster Linie sein Alter – er wurde erst mit 39 Profibodybuilder - im Weg. Die Stärke von Matthias Botthof war ohne Frage seine Symmetrie, eine Schwäche waren lange Zeit seine Beine, was aus unserer Sicht letztlich auch auf seine Größe von 187 cm zurückzuführen ist. Sein persönlich größter Erfolg war 2011 die »Arnold Classic Amateur« und wie er später sagte, den Pokal von Arnold Schwarzenegger entgegen zu nehmen.


Die größten sportlichen Erfolge von Matthias Botthof

Kickboxen/Taekwondo

  • European Amateur Champion
  • US-Open Winner Amateur Kickboxen
  • Vice International Dutch Champion
  • 3rd place International Belgium Championchip
  • Internationaler Deutscher Meister
  • Mehrfacher Hessen- und Deutscher Meister

Bodybuilding

Off Season Gewicht: 140kg
Wettkampfgewicht: 124 kg

  • 1. Platz Newcomer Männer IV – Gesamtsieger Newcomer Meisterschaft (2004)
  • 3. Platz Heavy Weight Cup  (2004)
  • 2. Platz Hessen-Rheinland Pfalz Meisterschaft  (2004)
  • 6. Platz Deutsche Meisterschaft  (2004)
  • 1. Platz Int. Donau Cup 2005 und Gesamtsieger (2005)
  • 1. Platz Int. Rhein-Neckar-Pokal 2005 und Gesamtsieger (2005)
  • 1. Platz Großer Preis von Hessen und Rheinland Pfalz und Gesamtsieger, Best Posing Pokal (2005)
  • 1. Platz Int. Süddeutsche Meisterschaft (2005)
  • 3. Platz Int. Deutsche Meisterschaft (2005)
  • 3. Platz World Amateur Championships - IFBB, Super-HeavyWeight, 3rd (2007)
  • 1. Platz Int. Deutsche Meisterschaften - Gesamtsieger (2009)
  • 2. Platz - Body Extreme Invitational (2009)
  • 1. Platz Arnold Classic Amateur (2011)
  • 11. Platz IFBB FIBO Power (2012)
  • 14. Platz IFBB PBW Championships (2013)
  • 4. Platz IFBB Europa Dallas (2013)
  • 10. Platz IFBB Nordic Pro Championships (2013)

Bild zeigt Matthias Botthof in Kampfsportpose
Seine große Liebe war immer der Kampfsport, © Matthias Botthof / Mit freundlicher Genehmigung

Begonnen hat alles mit Kampfsport

Sein Vater hatte Matthias Botthof bereits mit 8 Jahren für das Kampfsporttraining interessieren können. Allerdings hatte zu Beginn seine Mutter etwas gegen die vermeintlich brachiale Freizeitaktivität ihres Sprösslings. Sie konnte die Ambitionen des kleinen Botthof bis zu seinem 10. Lebensjahr verhindern. Sein erstes Taekwondo-Training besuchte er heimlich. Die Kampfsport- und späteren Wettkampfsport-Aktivitäten verfolgte er bis zu seinem 31. Lebensjahr.


Ab 2004 Bodybuilding – auf der Suche nach neuen Herausforderungen

Nachdem er 2003 das Wettkampf-Kickboxen beendet hatte, suchte er neue sportliche Herausforderungen. Mitglieder in seinem eigenen Studio brachten ihn auf die Idee, an einem Bodybuilding-Wettkampf teilzunehmen. Eigentlich sollte es bei einer einzigen Teilnahme bei der NABBA (National Amateur Bodybuilders Association) bleiben. Allerdings lernte er durch einen Freund Dr. Martina Herget und Peter Tenz kennen. Diese beiden animierten ihn, bauten ihn auf, arbeiteten mit ihm, brachten ihn als Gesamtsieger aus der Newcomer Meisterschaft 2004 heraus und haben ihn in der Folge als Athlet bei der Hessen- sowie der Deutschen Meisterschaft erneut antreten lassen. Kampfsport-Elemente gehörten auch im Bodybuilding zu seinem festen Repertoire beim Posing.

Seine Profi-Bodybuildingkarriere beendete er 2016 unfreiwillig aufgrund eines Abriss des Brustmuskels auf der Innenseite. Er bietet heute in seinem eigenen Studio »Sportschule Gutensberg« auch nach seinem Karriereende als Bodybuilder – ganz seinen eigenen sportlichen Affinitäten folgend – Kickbox-Kurse, Selbstverteidigungskurse für Kinder und Möglichkeiten am Eisen zu trainieren. Weiterhin ist er auf YouTube aktiv, auf Instagram und auch heute noch bei Seminaren.

Der ehrliche Grund für das Karriereende von Markus Rühl und mir im Profi-Bodybuilding.

Über den Autor

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Hinweis: Wir haben am 13. März 2022 zum ersten mal über »Matthias Botthof: Vorzeigeathlet und Multisportler« geschrieben und diesen Artikel zuletzt am 01. Dezember 2022 aktualisiert.

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